Bewerbung
Was gehört in den Lebenslauf? Aufbau, Reihenfolge und Inhalt
23. Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit
Ein Lebenslauf soll auf einen Blick zeigen, wer du bist und was du kannst. Personalverantwortliche schauen oft nur wenige Sekunden auf die erste Seite – deshalb entscheidet die richtige Struktur mit darüber, ob deine Bewerbung weiterkommt.
Die gute Nachricht: Der Aufbau ist in Deutschland weitgehend standardisiert. Wenn du weißt, welche Rubriken in welche Reihenfolge gehören und was heute besser weggelassen wird, hast du das Wichtigste schon in der Hand.
Passendes Werkzeug
Lebenslauf erstellen
Lebenslauf Rubrik für Rubrik ausfüllen und als sauberes PDF herunterladen – die klassische Vorlage ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne versteckte Kosten.
Lebenslauf erstellen öffnenDie Rubriken im Überblick
- Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail (optional ein Bewerbungsfoto)
- Berufserfahrung: Stationen mit Zeitraum, Arbeitgeber und Aufgaben
- Ausbildung und Studium: Abschlüsse mit Zeitraum und Einrichtung
- Kenntnisse: EDV, fachliche Fähigkeiten, Zertifikate
- Sprachen mit Niveau (z. B. Englisch verhandlungssicher)
- Optional: relevante Interessen, ehrenamtliches Engagement
Reihenfolge: das Neueste zuerst
Standard in Deutschland ist der antichronologische Lebenslauf: Innerhalb jeder Rubrik beginnst du mit der aktuellsten Station und arbeitest dich rückwärts vor. Personaler sehen so sofort deinen jetzigen Stand, statt sich durch die Schulzeit lesen zu müssen.
Beruflich Erfahrene stellen die Berufserfahrung vor die Ausbildung. Bei Berufseinsteigern und frisch Studierten darf die Ausbildung nach oben rücken, weil sie dort das stärkste Argument ist.
Was heute nicht mehr hineingehört
Einige Angaben aus früheren Vorlagen sind überholt und können sogar schaden. Konfession, Familienstand, die Berufe der Eltern oder die Namen von Geschwistern gehören nicht in einen modernen Lebenslauf. Auch der Satz „Lebenslauf“ als Überschrift ist verzichtbar – der Aufbau spricht für sich.
Angaben, die dich unnötig angreifbar machen, lässt du besser weg. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) soll Diskriminierung verhindern; freiwillige Angaben zu Herkunft, Religion oder Gesundheit bringen dir keinen Vorteil und sind nicht nötig.
Lücken ehrlich, aber knapp erklären
Kurze Lücken musst du nicht rechtfertigen. Längere Zeiträume solltest du benennen, aber sachlich und ohne Rechtfertigung – etwa „Familienzeit“, „berufliche Neuorientierung“ oder „Weiterbildung“. Wichtig ist, dass der zeitliche Verlauf nachvollziehbar bleibt und keine ungeklärten Monate offen wirken.
Schritt für Schritt
Rubriken festlegen
Entscheide anhand deiner Situation, ob Berufserfahrung oder Ausbildung nach oben kommt.
Stationen eintragen
Fülle jede Rubrik antichronologisch – aktuellste Station zuerst – mit Zeitraum und aussagekräftigen Aufgaben.
Prüfen und kürzen
Streiche Überholtes und alles Unwesentliche, bis der Lebenslauf auf eine, höchstens zwei Seiten passt.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Lebenslauf sein?
In der Regel eine, maximal zwei Seiten. Konzentrier dich auf die für die Stelle relevanten Stationen.
Gehören Ort, Datum und Unterschrift unter den Lebenslauf?
Es ist üblich und wirkt gepflegt, den Lebenslauf mit Ort, Datum und Unterschrift abzuschließen – Pflicht ist es nicht.
Muss ich Hobbys angeben?
Nein. Interessen sind optional und nur sinnvoll, wenn sie einen echten Bezug zur Stelle haben.
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